Arten von Falzmaschinen für Briefe

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Kaum ein Büro, das mehr als ein paar Briefe täglich versendet, wird ohne eine Falzmaschine auskommen. Die Maschine kann in einer Stunde das erledigen, was von Hand mehrere Stunden in Anspruch nehmen würde. So spart man Zeit, Arbeitskraft und letztendlich auch Kosten, denn eine Falzmaschine amortisiert sich recht schnell.

Die Papierzufuhr der Falzmaschine

Grundsätzlich kann man zwei Arten der Papierzufuhr unterscheiden, nach denen sich die Geräte einteilen lassen.

Manuelle Zufuhr der Papierstücke

Bei diesem Typ Maschine müssen die zu faltenden Papiere per Hand eingegeben werden. Obwohl also immer noch Handarbeit vonnöten ist, ist solch eine Maschine immer noch effizienter, als wenn man alles per Hand erledigen würde. Diese Maschinen können bis zu 30 Blatt in der Minute verarbeiten und dabei zwischen 3 und 5 Blätter gleichzeitig falten. Man sollte überprüfen, welche Papierqualität die Falzmaschine verarbeiten kann, denn bei diesem Typ Gerät ist das Papiergewicht oft beschränkt auf den Bereich zwischen 70 und etwa 100 Gramm – schwere Papiere können also nicht gefaltet werden.

Automatische Zufuhr der Papierstücke

Die Falzmaschinen mit automatischer Zufuhr bedienen sich meistens eines Systems aus verschiedenen Rollen, die das Blatt von einem Stapel einziehen. Dabei können die Geräte auch große Mengen sehr schnell verarbeiten, von 60 Blatt pro Minute bis zu 250 Blatt in der Minute. Daher eignen sie sich auch für ein hohes Postaufkommen, wie es bei einer Mailingaktion oder dem Rechnungsversand anfallen kann.

Die großen Falzmaschinen, die für den automatischen Postversand eingesetzt werden, können mehrere Tausend Blätter in der Minute bearbeiten. Dabei kann die Zufuhr in mehreren Schächten erfolgen und auch auf unterschiedliche Art – so kann für empfindliches Hochglanzpapier das Blatt per Luft angesaugt werden, um es nicht zu beschädigen.

Desktop oder Standalone

Die Maschinen für das kleinere bis mittlere Postaufkommen werden oft als Desktopmodell angeboten. Sie haben einen relativ geringen Platzbedarf (ungefähr die Größe eines herkömmlichen Druckers), sind über eine normale Stromzufuhr zu betreiben und entwickeln nur eine sehr geringe Geräuschkulisse. Diese Modelle gibt es sowohl mit der Papierzufuhr per Hand als auch mit einer automatischen Zufuhr.

Die Standalone – Modelle haben einen größeren Platzbedarf und werden meistens im Postraum aufgestellt. Dort können sie dann mit anderen Geräten verbunden werden, wie zum Beispiel einer Kuvertiermaschine oder einer Frankiermaschine. Sie verarbeiten auch Spitzenlasten und sind ein wichtige Element in der Kette der vollautomatisierten Postverarbeitung. Dazu müssen sie Funktionen besitzen wie das automatische Erkennen und Beseitigen eines Papierstaus, damit die Verarbeitung nicht unterbrochen wird.

Funktionsumfang der Falzmaschinen

Die Maschinen unterscheiden sich auch durch ihren Funktionsumfang. So bieten die einfachen Tischgeräte oft nur eine einzige Art des Faltens, das ist üblicherweise der Wickelfalz. Höherwertige Modelle hingegen beherrschen eine Vielfalt an Falzarten, so den Zickzackfalz, den Altarafalz, den Einfachfalz, den Zeichnungsfalz oder den Doppelparallelfalz. So können verschiedene Dokumente wie Briefe, Flyer, Broschüren oder Werbematerial stets passend gefaltet werden.

Auch die Kapazität bei der Verarbeitung unterschiedlicher Formate ist bei den Falzmaschinen sehr verschieden. Manche Maschinen können Formate von bis zu DIN A 3 verarbeiten, aber auch sehr kleine oder ausländische Formate können gefaltet werden. Die einfachen Maschinen beherrschen meistens nur das Standardformat DIN A 4.